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Herbstzeit ist Sturmzeit
Der Herbst im Südburgenland wird stürmisch – und zwar im Glas! Mit unserem Guide bist du bestens gerüstet, um beim nächsten Buschenschankbesuch als Sturm-Expert*in zu glänzen.
Es wird stürmisch im Sübburgenland

Der (Uhudler-)Sturm-Guide

Es wird stürmisch – und nein, damit meinen wir nicht den Herbstwind, der die Blätter von den Bäumen fegt, sondern den, der für turbulente Zeiten in unseren Köpfen sorgt. Denn nach zwei, drei Vierterl merkt man schnell, dass der Name nicht zufällig gewählt ist. Hier kommen die wichtigsten Fakten rund um das beliebte Herbstgetränk.


Was ist Sturm eigentlich?

Sturm ist junger Wein, der gerade erst zu gären beginnt. Er ist also noch nicht „fertig“ ausgebaut, sondern steckt mitten im Prozess, Most in Wein zu verwandeln. Schon in dieser frühen Phase wird er abgefüllt und gärt in der Flasche weiter. Dadurch schmeckt er süß, fruchtig und prickelnd – ein kleiner Vorgeschmack auf den neuen Jahrgang.


Warum heißt er Sturm?

Der Name kommt von der stürmischen Gärung, die im Glas lebhaft blubbert. Gleichzeitig passt er perfekt zum Effekt im Kopf, wenn man vielleicht ein Glas zu viel erwischt hat.


Wann bekommt man ihn?

Sturm ist ein reines Saisonprodukt und darf nur zwischen Anfang August und Ende Dezember verkauft werden. Seine Hochsaison hat er im September und Oktober – genau dann, wenn er beim Buschenschank oder direkt beim Winzer frisch ins Glas kommt.


Was passt dazu?

Am besten schmeckt Sturm in Begleitung. Klassisch kombiniert man ihn mit Maroni oder einer herzhaften Brettljause beim Buschenschank. Der Uhudler-Sturm setzt mit seiner typischen beerigen Note noch eins drauf und macht den Herbstgenuss komplett.


Wie trinkt man Sturm richtig?

Beim Sturm gelten eigene Regeln, die aus alten Bräuchen und Traditionen stammen. Das Sturm-Glas muss in die linke Hand. Das stammt noch von einem alten Jägergruß. Darüber hinaus ist Anstoßen ein absolutes No-Go. Das darf man nur mit „echtem“ Wein. Und: Auch „Prost“ darf man nicht sagen. Als Alternative dient hier „Mahlzeit“.


Fun Fact:

Neben seinem geselligen Charakter bringt Sturm auch Vitamine mit. B1 unterstützt Herz und Energiestoffwechsel, B2 hilft den Zellen bei der Nährstoffverwertung. Rein theoretisch ist er also fast gesund – praktisch gilt natürlich: Die Menge macht’s.


Und wer es ganz traditionell mag, hält sich an die alte Empfehlung: genauso viele Vierterl wie Lebensjahre – verteilt über die gesamte Saison. Ob man diese Regel allerdings streng befolgen sollte, bleibt jedem selbst überlassen.